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Der Danger Point Leuchtturm

Es brauchte zahlreiche Schiffswracks und verlorene Menschenleben bevor 1895 endlich ein Leuchtturm auf der tückischen Danger Point Halbinsel in Gansbaai errichtet wurde.

Selbst nach dem Untergang der berühmten Birkenhead, der 440 Seelen forderte, sollte es noch weitere 43 Jahre dauern. Aber zu jener Zeit war es keine leichte Aufgabe, einen Leuchtturm  zu bauen. Schwere Bauteile mussten von Kapstadt mit dem Ochsenkarren über enge Gebirgspässe und zerfurchte Pfade herangeschafft werden.

Auf den 18,3 Meter hohen, achteckigen Leuchtturm, der heutzutage für die Öffentlichkeit zugängig ist, zu klettern, eröffnet eine herrliche 360 Grad Aussicht über den Ozean, das Hinterland und die Halbinsel. Das Leuchtfeuer, das drei Mal alle 40 Sekunden aufleuchtet, kann bis zu 25 Meilen hinaus aufs Meer gesehen werden. Es ist auch ein Mahnmal für die tausende von Leben, die entlang der gefährlichen Küste ausgelöscht wurden.

Der Leuchtturm von Kap Agulhas

Es ist nicht verwunderlich, dass einer der ältesten Leuchttürme im Land über den südlichsten Punkt Afrikas wacht – der Leuchtturm bei Kap Agulhas. Heute ist er ein nationales Monument und beherbergt Afrikas einziges Leuchtturm-Museum. Das Museum erzählt von der faszinierenden Entwicklung der Leuchttürme über die Jahrhunderte. Es verfügt außerdem über ein rustikales Restaurant.

Die Regierung der Kap-Kolonie schuldete der offenkundig berüchtigten Küste und ihren zahlreichen Schiffswracks einen Leuchtturm und beauftragte daher 1847 seinen Bau bei Kap Agulhas. Das Leuchtfeuer wurde erstmals am 1. März 1849 entzündet.

Der runde Turm ist 27 Meter hoch. Sein Feuer, das alle fünf Sekunden aufleuchtet, kann 30 Seemeilen weit gesehen werden. Die schwindelerregenden 71 Stufen bis zur Spitze eröffnen einen großartigen Ausblick auf die wilde, vom Wind gezeichnete Landschaft und den Treffpunkt des mächtigen Atlantischen und Indischen Ozeans.

Ein großer Steinblock markiert den südlichsten Punkt Afrikas. Sowohl viele mutige Entdecker als auch moderne, unerschrockene Reisende starteten oder beendeten ihre unglaublichen Reisen an diesem geografischen Extrem, darunter auch Charley Boorman und Ewan McGregor während ihres grandiosen Motorradabenteuers „The Long Way Down“, bei dem sie auf Grootbos übernachtet haben.

Das Strandveld Museum

Strandveld lautet der Name der Küstenregion, die sich um den südlichsten Punkt Afrikas erstreckt und von Hermanus bis zur Cape Infanta reicht. Diese wilde und tückische Küste war der Untergang für hunderte von unglücklichen Schiffen, die von heulenden Winden und tosenden Gewässern gegen die zerklüfteten Felsen geschmettert wurden.

Das Strandveld Museum in Franskraal, 5km von Gansbaai entfernt, bietet einen seltenen Einblick in die faszinierende Geschichte dieser dramatisch schönen Region. Das Museum, das die Manager von Deyer Island mit ihren Familien während des 18. Jahrhunderts als Cottage nutzten, ist selbst ein Relikt längst vergangener Tage. In Privatbesitz von Jan und Estie Fourie, lokale Schriftsteller, Historiker und lebende Legenden, beherbergt das Museum eine große Bandbreite interessanter Artefakte, inklusive der größten sich in Privatbesitz befindlichen Kollektion von Relikten der HMS Birkenhead, die 1845 vor Danger Point gesunken ist.

Die Missionsstation in Elim

Die historische Missionssiedlung von Elim, landeinwärts von Gansbaai gelegen, wurde 1824 von Moravian Missionaren, die die abgeschiedene Lage für ihre friedliche Atmosphäre und die Abwesenheit weltlicher Ablenkungen schätzten, gegründet. Zu dieser Zeit war die Region nur dünn besiedelt und ohne größere Siedlungen und Dörfern. Ihre erste Priorität war es, eine Kirche und eine Schule zu bauen. Die Menschen kamen von weit und fern, um die wöchentliche Andacht, an die sich häufig Lese- und Schreibstunden in der Schule anschlossen, zu besuchen. Da Schulbildung eine Seltenheit war, wurde der Unterricht von Kindern und Erwachsenen, einschließlich Arbeitern und Sklaven, besucht.

Bis 1854 wuchs die Zahl der Einwohner auf 1241 an. Die Bevölkerung bestand hauptsächlich aus Farmarbeitern mit Khoikhoi-Abstammung und befreiten Sklaven. Jeder Familie wurde ein freies Stück Land zugeteilt, auf welchem sie sich ihr Zuhause aufbauen konnten.

Bis heute hat sich Elim viel seines ursprünglichen Charakters erhalten. Die meisten der 350 Häuser haben traditionelle weißgewaschene Wände und Reetdächer. Die Kirche ist noch immer ein vorherrschendes Merkmal der Stadt mit mehreren anderen historischen Einrichtungen, die gut erhalten und restauriert wurden. Das ganze Dorf wurde zum nationalen Kulturerbe erklärt und heißt Besucher, die die urigen Straßen erkunden und die gesunde Landluft genießen möchten, willkommen.